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Ein bekannter und guter Freund hatte sich vor ca. einem Jahre einen Labrador Rüden zulegen wollen. Er wollte diesen Hund als Deckrüden einsetzen. Seine Geschichte ist mehr als Haarsträubend.

Im Internet recherchierte er nach einem geeigneten Labrador Welpen von einem (seiner Meinung nach) guten Züchter. Der Rüde wurde Ihm als Hunde aus einer VDH Zucht angeboten und sollte 550 Euro kosten. Der reguläre Preis für einen VDH Labrador sind allerdings ab 1200€. Er sagte dem angeblichen VDH Züchter, das er diesen Hund auf jeden Fall zur Zucht einsetzen will.

Eine Woche später sollte er den Welpen von dem Züchter abholen. Trotz meiner Warnung er solle nichts überstürzen ist er losgefahren um sich den Hund anzusehen. Aber jeder weiß, wenn man sicher erstmal einen niedlichen Welpen angesehen hat, dann hat man schon fast sein Herz daran verloren.

Am Abend bekam ich von Ihm einen Anruf. Er hat sich einen ganz tollen Labrador Rüden gekauft. Mit einem tollen weißen Fleck auf der Brust. Ich stutzte schon etwas. Labradore dürfen eigentlich keinen Fleck haben und wenn, dann höchstens von der maximalen Größe die einem Euro Stück entspricht. Nach seinen eigenen Angaben ist der Fleck aber so groß wie eine Tischtennis – bzw. Tennisball. Also viel zu groß. So ein Rüde ist im Prinzip nicht als Deckrüde einsetzbar.

Ich fragte Ihn nach den Papieren. Er sagte das sie ihm von Polen zugeschickt werden. Mir war bis dahin nicht bekannt, das VDH Züchter ihre Papiere aus Polen bekommen. War schon sehr spannend. Ich habe ihn geraten, den Hund wieder zurückzubringen, weil er für seine Zwecke nicht zu gebrauchen war. Ein guter Hundezüchter hätte ihn darauf aufmerksam machen müssen!


Leider war der Hundezüchter aus Osteuropa ganz plötzlich nicht mehr zu erreichen. Weder auf Anrufe noch auf eMails hat er reagiert. In seiner Not hat sich mein Bekannter dann nach einigen Monaten an einem Rechtanwalt gewandt. Auch dieser Vorgang hat einige Zeit gedauert und der Rüde war mittlerweile schon 7 Monate alt.

Der Züchter schrieb, dass die Papiere gerade in Polen ausgestellt werden und es nicht mehr in seiner Macht liegt. Wir wollten selber dort anrufen und nachfragen. Das hat er sogar mit Hilfe einer Polin gemacht. Dort war weder der Züchter noch mein Bekannter und der Hund schon überhaupt nicht erfasst. Schien fast so, als ob der Züchter überhaupt kein offizielles Mitglied in dem Polnischen Zuchtverband war.

Aber nach einigen Wochen kam der Stammbaum von seinem Hund per Post. Auf Polnisch natürlich. Aber irgendwie ist es schon komisch, das ein Zuchtverband aus Polen Papiere ausstellt von einem Züchter den es offensichtlich nicht gibt. Weiterhin sollte man sich fragen, woher die Papiere denn jetzt letztendlich kommen und ob die Eintragungen in dem Dokument auch der Wahrheit entsprechen.

Ich kann nur dringlichste davon abraten einen Welpen zu kaufen, wo die Herkunft nicht eindeutig ist. Man stelle sich nur vor, die Elterntiere haben bei hochgradiger Hüftgelenksdysplasie und an dem Welpen weitervererbt.